Maik Uwe Hinkel – Living Bauhaus Kunststiftung

Die LIVING BAUHAUS Kunststiftung hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2013 der Förderung der musischen und bildenden Künste verschrieben. Durch den Aufbau und die Ausstellung einer Sammlung zeitgenössischer Werke von besonderer gesellschaftlicher und historischer Relevanz sowie durch die Unterstützung zahlreicher Kunst- und Kulturprojekte erweitert die LIVING BAUHAUS Kunststiftung das Bewusstsein der Öffentlichkeit. 

Ziel des Engagements ist, Dialoge zu gesellschaftlichen Normen und Begriffen wie Rassismus, Ausgrenzung, Toleranz sowie Identität anzuregen und im Rahmen unterschiedlichster Veranstaltungsformate zu beflügeln. Vorrangig gehören dazu Formate wie permanente und temporäre Kunstausstellungen, Initiativen, Vorträge sowie Publikationen.

Bisherige Förderaktivitäten

Die LIVING BAUHAUS Kunststiftung fördert aktuell eine Vielzahl wertvoller Kulturprojekte und -Institutionen in der Bundeshauptstadt Berlin. Dazu gehört auch der Schutz und die Instandhaltung der weltberühmten East Side Gallery im Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg. LIVING BAUHAUS stellt hier sicher, dass eines der wichtigsten künstlerischen Zeugnisse deutscher Geschichte geschützt und auch für zukünftige Generation öffentlich zugänglich bleibt.

Der Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden hat sich in den letzten Jahren zu einem international gefragten Ensemble entwickelt und begleitet regelmäßig u.A. Musiktheaterwerke wie „La Bohème“, „Tosca“ und „Carmen“. Die LIVING BAUHAUS Kunststiftung fördert den Kinderchor mit finanziellen Spenden seit 2018, um den Beteiligten auch langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten und jungen Kunstinteressierten auch weiterhin eine wichtige Schaffensplattform zu bieten.

Im exklusiven Wohnquartier LIVING LEVELS nahe der berühmten East Side Gallery verfügt die LIVING BAUHAUS Kunststiftung über ein Nutzungsrecht einer ca. 45 qm großen Wandfläche im Foyers, sodass dort in unmittelbarer Nähe der Touristenströme eine permanente, öffentlich zugängliche Ausstellungsfläche realisiert werden konnte. Zusätzlich wurden in der höher gelegenen, lichtdurchfluteten 12. Etage ein kostenfrei nutzbares Atelier für verschiedene Künstler bis 12/2018 eingerichtet, was zu der Entstehung vieler Kunstwerke in diesem Zeitraum geführt hat. Mit wechselnden Werken, darunter solche der Künstler Erez Israeli, Mathias Vef, Lars Theuerkauf und Ali Görmez, wurden daraufhin auch der interessierten Öffentlichkeit zugängliche, temporäre Ausstellungen eingerichtet. So hat die LIVING BAUHAUS Kunststiftung so eine weitere attraktive Destination für Kunstinteressierte geschaffen.

Im Jahr 2016 erfüllte sich der bekannte Pop-Art-Künstler Ali Görmez einen Kindheitstraum und eröffnete das Osbili Art-Cafe in der Gustav-Freytag-Straße im Berliner Bezirk Schöneberg. Seitdem unterstützt LIVING BAUHAUS den Künstler in seiner Arbeit rund um die Unterstützung von Schülern und seiner Unterstützung von jungen Asylanten, welches als Begegnungsstätte den Austausch zwischen Kunstinteressierten und Künstlern dienen soll. So wurden seit Beginn der Kooperation zahlreiche Workshops unter dem Motto ‚Malen mit Ali Görmez‘ veranstaltet, die Kindern und Asylanten einen erstmaligen, kostenfreien Zugang zu künstlerischem Arbeiten ermöglichten. Auch wurden ständig wechselnde Ausstellungen in den Galerieräumen mit Werken aus der Kunstsammlung der Stiftung unterstützt.

Zusätzlich zu den materiellen Förderaktivitäten der Stiftung betreibt LIVING BAUHAUS auch ein dediziertes Künstlerquartier in der Kleinen Jägerstraße 3, 10117 Berlin, 3. OG, welches als temporäre Unterkunft für Kunstschaffende zur Verfügung steht und dessen Nutzung nach Anfrage kostenfrei ist.

Die Kosten übernehmen meist Spender der Stiftung. Es wurde geschaffen, um Künstlern, für die die Unterkunft in Berlin sonst ein zu kostspieliges Unterfangen darstellt, eine Plattform zu bieten und eventuelle Engagements, die sonst aus Kostengründen auf der Kippe stünden, möglich zu machen.

Seit der Eröffnung im Jahr 2016 stehen dort insgesamt vier Betten zur Verfügung, die seitdem schon von Opernsängern, Kunststudenten und Fördervereinen genutzt wurden.

Abseits der Förderaktivitäten unterstützt die LIVING BAUHAUS Kunststiftung regelmäßig Kunst- und Kultureinrichtungen mit Spenden aus der Sammlung der Stiftung, darunter beispielsweise die Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin, welche 16 Werke des Künstlers Erez Israeli erhielt.

Perspektivisches Engagement

Perspektivisch setzt sich die die LIVING BAUHAUS Kunststiftung für die Auseinandersetzung mit den Fragen des digitalen Zeitalters und deren Auswirkungen auf die Rezeption von Kunst und Kultur ein. Während klassische Prognosen der Forschung vorrangig ökonomische sowie politische Variablen herauszuarbeiten versuchen, möchten wir uns damit beschäftigen, wie unterschiedliche Kulturen Kunst im 21. Jahrhundert aufnehmen und verarbeiten. Die Globalisierung kultureller Teilaspekte und die damit einhergehende Teilvereinheitlichung wird Untersuchungsgegenstand unserer Frage sein, ob sich auch der regional traditionell sehr diverse künstlerische Output einem Prozess der Vereinheitlichung gegenübersieht. Bei der Behandlung dieser Thematik wollen wir auch die allgegenwärtigen, ständig im Wandel befindlichen weltgesellschaftlichen Entwicklungen berücksichtigen, die sich unmittelbar auf die eigene sowie die gesamtgesellschaftliche Identität auswirken.